Mittwoch, 22. Juli 2015
Fragen und Antworten zum Thema Allergien
Dieses Jahr fliegen die Pollen wieder besonders stark und spätestens zum Herbst hin sollte eine effektive Therapieplanung schon für das nächste Jahr beginnen. Hier schon mal ein paar Infos im Vorfeld: Was sind Allergien überhaupt? Müssen Allergien behandelt werden? Was kann man tun bei Allergien? In dem Video vom HNOnet gibt es Antworten auf diese und noch viel mehr Fragen:
Mittwoch, 15. Juli 2015
Neue Schluckhilfe für Tabletten
Keiner schluckt gerne Tabletten. Aber es gibt auch Menschen, die können gar keine Tabletten einnehmen, weil sie sie garnicht schlucken können. Dafür gibt es jetzt eine Lösung: Das mittelständische Unternehmen Hennig Arzneimittel aus Flörsheim hat sich dem Problem angenommen und eine Schluckhilfe auf den Markt gebracht, mit der man auch die dickste Tablette problemlos herunter bekommt. Und der Einfachheit halber wurde die Schluckhilfe auch gleich so genannt: Medcoat® Schluckhilfe. Die Tabletten werden dabei mit einem glatten, speichelanregenden und angenehm nach Zitrone schmeckenden Überzug versehen, der die Gleitfähigkeit erhöht und damit das Schlucken erleichtert. Die Wirkung der Tablette wird nicht beeinträchtigt. Das innovative Produkt ist rezeptfrei in verschiedenen Packungsgrößen erhältlich und auch für Kinder geeignet.
Ein Anwendungsvideo domstriert die einfache Handhabung: www.medcoat-schluckhilfe.de
Ein Anwendungsvideo domstriert die einfache Handhabung: www.medcoat-schluckhilfe.de
Montag, 11. Mai 2015
Lärm macht krank!
Als Lärm bezeichnet man in der Regel laute und störende Geräusche, die schnell unangenehm werden können. Aber Lärm kann auch richtig krank machen. Und das in doppelter Hinsicht.
So kann Lärm in Abhängigkeit von der Lautstärke und der Einwirkdauer direkt die Sinneshärchen im Innenohr schädigen. Das kennt jeder, der schon einmal im Konzert oder einer Discothek war und am nächsten Morgen ein dumpfes Gefühl und Piepsen im Ohr hatte. Solche Schädigungen erholen sich zwar teilweise wieder, können aber auch dauerhaft bleiben, z.B. bei einem echten Knalltrauma. Auch Lärmarbeiter, die über Jahre in geräuschintensiver Umgebung arbeiten, entwickeln unter Umständen eine Lärmschwerhörigkeit. Als Faustregel gilt: Impulslärm über 105 dB und Dauerlärm über 85 dB sollte vermieden werden, um solchen Schädigungen vorzubeugen.
Aber Lärm kann auch auf andere Art krank machen, da er unabhängig von der Lautstärke unser Stresssystem aktiviert. Hier kommt es weniger auf die physikalischen Eigenschaften der Geräusche an, sondern eher auf die psychologische Bewertung. Vor allem Autoverkehr, eine Bahnlinie oder ein Flughafen in der Nähe können die Betroffenen stark beeinträchtigen ohne dass die Ohren dabei zu Schaden kommen. Die Ausschüttung von Stresshormenen bewirkt dann aufgrund der engen Verküpfung unseres Hör- und Stressssystems eine allgemein erhöhte Geräuschempfindlichkeit, was den Lärm immer störender erscheinen lässt. Ein echter Teufelskreis. Schützt man sich dann mit Ohrenstöpseln wird das Ganze noch schlimmer, da dies die Geräuschüberempfndlichkeit (Hyperakusis) weiter verstärkt. Besser ist ein Hörtraining, bei dem die Unterdrückung von Geräuschen im Rahmen der zentralen Hörverarbeitung trainiert wird oder eine Verhaltenstherapie bei einer Überempfindlichkeit nur gegen bestimmte Geräusche (Phonophobie). Hierzu gibt es einen Artikel im HNO-Webblog von Dr.Walter: http://webdoc-hno.blogspot.de/2012/05/hortraining.html
So kann Lärm in Abhängigkeit von der Lautstärke und der Einwirkdauer direkt die Sinneshärchen im Innenohr schädigen. Das kennt jeder, der schon einmal im Konzert oder einer Discothek war und am nächsten Morgen ein dumpfes Gefühl und Piepsen im Ohr hatte. Solche Schädigungen erholen sich zwar teilweise wieder, können aber auch dauerhaft bleiben, z.B. bei einem echten Knalltrauma. Auch Lärmarbeiter, die über Jahre in geräuschintensiver Umgebung arbeiten, entwickeln unter Umständen eine Lärmschwerhörigkeit. Als Faustregel gilt: Impulslärm über 105 dB und Dauerlärm über 85 dB sollte vermieden werden, um solchen Schädigungen vorzubeugen.
![]() |
| Auch Fluglärm kann krank machen |
Mittwoch, 6. Mai 2015
Checkliste für kindliche Hörstörungen
| Nur Kinder, die gut hören, lernen auch gut sprechen |
Wie aber machen sich Hörstörungen im Kindesalter bemerkbar und wann sollten Eltern einen HNO-Facharzt hinzugeziehen? Hier eine kleine Checkliste mit verdächtigen Verhaltensweisen:
- Verzögerte oder fehlende Reaktion auf Ansprache
- Ständiges Nachfragen
- Schlechte Aussprache von Zischlauten (s, sch, ch...) und Konsonaten (b, p, d, t...)
- Falsches Verstehen von Anweisungen oder Fragen
- Nicht altersgemäße Ausdrucksweise
- Nicht adäquate Reaktion oder Überhören von Signalen (Wecker, Klingel...)
Besteht der Verdacht auf eine Hörstrung oder sogar bereits eine Sprachentwicklungsverzögerung ist eine Höruntersuchung zunächst beim HNO-Facharzt angezeigt, der dann gegebenfalls das Kind weiter zum Pädaudiologen (Spezialist für kindliche Hör- und Sprachentwicklungsstörugen) schicken kann. Hier können weitere, altersspezifische Untersuchungen vorgenommen werden.
Therapeutisch steht die Wiedererlangung eines guten Hörvermögens im Vordergrund. Bei Belüftungsstörungen des Mittelohres kann dies häufig relativ einfache durch eine Adenotomie (Entfernung der Polypen) mit der Einlage von Paukenröhrchen gelingen. Bei Innenohrschwerhörigkeiten ist die Anpassung einer Hörhilfe und bei Taubheit ein Cochlea Implant (künstliches Innenohr) eine Möglichkeit, das Hörvermögen zu verbessern und damit eine reguläre Sprachentwicklung zu gewährleisten. Bei bereits eingetretenen Sprachentwicklungverzögerungen ist die Förderung der Sprachentwicklung durch einen Logopäden angezeigt. Diese wird vom HNO-Facharzt verordnet.
Dienstag, 21. April 2015
Hilfe bei chronischem Tinnitus
Schon seit Jahren läuft das von dem HNO-Arzt und Tinnitusexperten Dr.Uso
Walter mit dem HNOnet NRW und der Deutschen Tinnitusliga entwickelte
Programm "Tinnitus - na und?!" erfolgreich in NRW. Der Inhalt des
zugehörigen Patientenvortrags steht jetzt ab sofort als kostenloses e-book
(www.mynoise.de) oder als Kindle-Version bei Amazon (http://www.amazon.de/Chronischer-Tinnitus-Gebrauchsanweisung-Uso-Walter-ebook/dp/B00V50EPFU/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1429681242&sr=1-1&keywords=chronischer+Tinnitus) zur Verfügung. In dem Ratgeber werden alles Informationen zum Thema
chronischer Tinnitus patientengerecht aufbereitet und die möglichen
Behandlungsbausteine vollständig aufgezeigt. Dabei kommen auch die neuesten
akustischen Therapieverfahren zur Sprache.
Tipps und Tricks und viele praktische Hinweise ergänzen den Text.
Donnerstag, 5. Februar 2015
Hörsturz
Der Hörsturz ist definiert als plötzlicher, einseitiger Hörverlust ohne erkennbare Ursache. Er ist also klar abzugrenzen von anderen plötzlichen Hörverlusten, bei denen die Ursache aufgrund der besonderen Umstände der Entstehung oder aufgrund der Untersuchungsbefunde bekannt sind. Die Ursache für einen Hörsturz wird immer noch kontrovers diskutiert, es handelt sich jedoch immer um eine akute Schädigung der Sinneszellen im Innenohr. Vor allem Mikrodurchblutungsstörungen werden verdächtigt, die Symptome auszulösen. Diese können als Folge von chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels, aber auch durch Stress- und Überlastungssituationen auftreten. Begleitet wird ein Hörsturz häufig auch von Ohrgeräuschen, die ebenfalls durch die Schädigung der Sinneszellen verursacht sind.
Abgegrenzt werden muss der Hörsturz vor allem vom Knalltrauma, vom Endolymphhydrops, bei dem meistens die tiefen Frequenzen betroffen sind und häufig auch eine Schwindelsymptomatik besteht und von infektbedingten Innenohrschädigungen, z.B. nach Mittelohrentzündungen oder einer Gürtelrose. Bei einer plötzlichen Ertaubung kann auch eine Ruptur der runden Fenstermembran, die das Mittel- mit dem Innenohr verbindet, vorliegen.
Behandelt wird der Hörsturz nach der neuesten Leitlinie durch eine hochdosierte Kortisontherapie in Tablettenform oder als Infusion im Sinne einer Unterstützung der Selbstheilungsvorgänge. Bei Magenproblemen sollte zusätzlich ein Magenschutzmittel eingenommen werden. Früherer Empfehlungen wie Pentoxiphylllin, HAES oder Ginkopräparate werden nicht mehr empfohlen.
Wegen den vermuteten Zusammenhängen mit Stressfaktoren sollte die Behandlung von Entspannungsmaßnahmen begleitet werden. Auch eine akustische Ablenkung ist sinnvoll, vor allem, wenn ein zusätzlicher Tinnitus besteht.
Die Prognose eines Hörsturzes ist abhängig vom Schweregrad. Je geringer der Hörverlust und je früher der Behandlungsbeginn, desto besser. Ein echter Notfall ist der Hörsturz jedoch nicht. Bei dem Gefühl eines plötzlichen Hörverlustes reicht es, sich am nächsten Morgen beim HNO-Facharzt vorzustellen.
![]() |
| Hörsturz mit Hochtonabfall im Audiogramm |
Abgegrenzt werden muss der Hörsturz vor allem vom Knalltrauma, vom Endolymphhydrops, bei dem meistens die tiefen Frequenzen betroffen sind und häufig auch eine Schwindelsymptomatik besteht und von infektbedingten Innenohrschädigungen, z.B. nach Mittelohrentzündungen oder einer Gürtelrose. Bei einer plötzlichen Ertaubung kann auch eine Ruptur der runden Fenstermembran, die das Mittel- mit dem Innenohr verbindet, vorliegen.
Behandelt wird der Hörsturz nach der neuesten Leitlinie durch eine hochdosierte Kortisontherapie in Tablettenform oder als Infusion im Sinne einer Unterstützung der Selbstheilungsvorgänge. Bei Magenproblemen sollte zusätzlich ein Magenschutzmittel eingenommen werden. Früherer Empfehlungen wie Pentoxiphylllin, HAES oder Ginkopräparate werden nicht mehr empfohlen.
Wegen den vermuteten Zusammenhängen mit Stressfaktoren sollte die Behandlung von Entspannungsmaßnahmen begleitet werden. Auch eine akustische Ablenkung ist sinnvoll, vor allem, wenn ein zusätzlicher Tinnitus besteht.
Die Prognose eines Hörsturzes ist abhängig vom Schweregrad. Je geringer der Hörverlust und je früher der Behandlungsbeginn, desto besser. Ein echter Notfall ist der Hörsturz jedoch nicht. Bei dem Gefühl eines plötzlichen Hörverlustes reicht es, sich am nächsten Morgen beim HNO-Facharzt vorzustellen.
Freitag, 16. Januar 2015
Patienteninformation zur Hyposensibilisierung
![]() |
| Quelle: Stallergen |
Die Leitlinien der allergologischen Fachgesellschaften berücksichtigen dies in ihrer neuesten Ausgabe von 2014 und haben zeitgleich zwei Patienteninformationen zum download veröffentlicht:
Patienteninformation zur SLIT:http://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/061_D_Ges_fuer_Allergologie_und_klinische_Immunologie/061-004p_S2k_SLIT_2014-12.pdf
Patienteninformation zur SCIT: http://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/061_D_Ges_fuer_Allergologie_und_klinische_Immunologie/061-004p_S2k_SCIT_2014-12.pdf
Abonnieren
Posts (Atom)




