Mittwoch, 7. August 2013

Kohlenmonoxidvergiftung durch Rauchen



Kohlenmonoxid ist ein giftiges Gas, dass beim Rauchen frei gesetzt wird und sich statt Sauerstoff an die roten Blutkörperchen bindet. Hierdurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe. Das Herz muss entsprechend Mehrarbeit leisten und wird stärker belastet. Die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt.

Mit einer einfachen Messung von Kohlenmonoxid (CO) in der Ausatemluft lässt sich jetzt schnell und sicher bestimmen, wieviel von dem giftigen Gas die roten Blutkörperchen blockiert und wie hoch die Belastung wirklich ist. Dabei sind Werte von bis zu 5% bei starken Rauchern möglich.

Der nicht belastende Test wird in vielen HNO-Praxen entweder als Screening-Untersuchung oder im Rahmen des Raucherentwöhnungsprogramms eQuit
(www.e-quit.de) angeboten und kostet um 10 Euro.

Autor: Dr.Uso Walter

Freitag, 28. Juni 2013

Heiserkeit

Heiserkeit ist bei akuten Erkältungen oder einer kurzfristigen Stimmüberlastung ein harmloses Symptom, das sich auch rasch wieder zurückbildet. Bleibt die Heiserkeit allerdings länger als 4 Wochen bestehen, ist Vorsicht geboten: Hier können behandlungsbedürftige Erkrankungen die Ursache sein und es sollte in jedem Fall eine gründliche Abklärung stattfinden.

Mögliche Ursachen sind:
  • Organische Veränderungen der Stimmbänder: Verdickungen, Polypen oder andere Neubildungen im Bereich der Stimmbänder führen zu einer anhaltenden Heiserkeit. Um das Vorliegen eines bösartigen Tumors auszuschließen oder seine Entwicklung zu vermeiden ist unter Umständen eine operative Abtragung und feingewebliche Untersuchung der Veränderungen angezeigt.
  • Chronische Enttündungen der Stimmbänder: Regelmäßiges Rauchen oder ein Rückfluss von Magensäure verursachen entzündliche Veränderungen der Stimmbänder mit Austrocknung, Rötung und Schwellung der Schleimhaut. Dies führt zu einer Schonhaltung der Stimmbänder, die beim Sprechen nicht mehr ganz zusammen kommen und damit zu einer Heiserkeit. Im Laufe der Zeit können sich aus chronischen Entzündungen auch organische Veränderungen bis hin zu bösartigen Tumorerkrankungen entwickeln.
     
  • Lähmungen eines Stimmbandes: Der Nerv, der die Stimmbänder bewegt, hat einen langen Weg vom Kopf über den Hals in den Brustkorb und von dort an der Rückseite der Schilddrüse wieder zurück zum Kehlkopf. Erkrankungen im Brustraum oder im Halsbereich oder Veränderungen oder Operationen der Schilddrüse können zu einer Schädigung und damit zu einer Lähmung eines Stimmbandes mit nachfolgender Heiserkeit führen.
  • Funktionelle Stimmstörungen: Die Stimmbänder funktionieren wie ein Saiteninstrument: Bei falschem Gebrauch oder fehlender Spannung kommt kein richtiger Ton heraus. Dies kann durch Überlastungen der Stimme, durch eine falsche Sprechweise oder durch psychosomatische Probleme entstehen. Durch eine Stimmübungsbehandlung beim Logopäden lassen sich funtionelle Störungen in der Regel gut beheben.
Egal welche Erkrankung hinter einer chronischen Heiserkeit steckt: die Abklärung beim HNO-Arzt und gegebenfalls auch Phoniater ist zwingend, denn mit einer einfachen endoskopischen und gegebenenfalls stroboskopischen Untersuchung lassen sich ernste Erkrankungen ausschließen, eine sichere Diagnose stellen und eine effektive Therapie einleiten.


Bild: Endoskopischer Kehlkopfbefund mit kleinen Stimmbandverdickungen


Autor: Dr.Uso Walter


Sonntag, 2. Juni 2013

Die drei Säulen der Tinnitustherapie

Tinnitus kann viele Ursachen haben und sich im Laufe der Zeit durch die zentrale akustische Verarbeitung weiter verstärken. Hierdurch kommt es zu einem Eskalationsprozess, der für den Betroffenen nur schwer kontrollierbar ist und eine umfassende Therapie erfordert.

Grundsätzlich kann man dabei drei Therapiesäulen unterscheiden:
  1. Die ursächliche Behandlung

    Verschiedene Erkrankungen des Ohres, der Hörbahn oder des Zentralnervensystems, aber auch Blockaden oder Verspannungen im Kiefergelenksbereich, Blutdruckschwankungen oder Medikamente führen zu Tinnitus. Jeder Tinnitus erfordert daher eine HNO-fachärztliche und gegebenenfalls auch hausärztliche Abklärung. Wird eine Ursache für den Tinnitus gefunden, sollte diese möglichst intensiv behandelt werden. Da nicht immer eine einzelne Ursache ausgemacht werden kann, können hier auch verschiedene Behandlungsbausteine nötig sein.
  2. Die Entlastung des Ohres

    Das Innenohr ist ein typisches Stressorgan und reagiert empfindlich auf innere Anspannung und die häufig damit einhergehende äußere Verspannung. Bei jüngeren Patienten mit einem regelrechten Hörvermögen ist dies sogar die häufigste Ursache für Tinnitus. Dazu kommt, dass die Hörverarbeitung durch Stress negativ beeinflusst wird und eine Verstärkung der Ohrgeräusche sowie eine allgemeine Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) resultieren können. Eine Entlastung des Ohres durch innere und äußere Ent-Spannung ist daher ein wichtiger Therapiebaustein jeder Tinnitusbehandlung. Ein verbessertes Stressmanagement und die Vermeidung von Überlastungen (s.auch Blog-Artikel "Energiebilanz") gehören ebenso hierhin wie aktive Entspannungsübungen und Bewegung (s. auch Blog-Artikel "Richtig Bewegen").Bei starken Anspannungen hilft auch eine Akupunkturbehandlung dem Körper wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
  3. Die Beeinflussung der Hörverarbeitung

    Ob ein Tinnitus stört oder nicht, entscheidet sich nicht im Ohr, sondern im Kopf. Da die Hörverarbeitung normalerweise einen Tinnitus immer weiter verstärkt, so dass es zu einem Eskalationsprozess bis hin zur psychovegetativen Entgleisung kommen kann, muss sie gezielt so beeinflusst werden, dass sie lernt, den Tinnitus zu unterdrücken. Hierzu ist vor allem die Kenntnis der verschiedenen Eskalationsmechanismen und deren Beeinflussbarkeit erforderlich. Anschließend müssen die verschiedenen Therapiebausteinerichtig (akustische, vegetative, psychische) dann individuell so kombiniert werden, dass eine allmähliche Deeskalation einsetzt bis der Tinnitus nicht mehr stört oder im Idealfall garnicht mehr hörbar ist.

    Das Programm "Tinnitus - na und?!" umfasst alle Maßnahmen dieser dritten Säule und wird von der HNO-Gemeinschaftspraxis Dr.Walter/Dr.Sachse (http://www.hno-praxis-duisburg.de/tinnitus.htm) und vom HNOnet NRW (http://www.hnonet-nrw.de/fuer-patienten/tinnitus-na-und.html) angeboten. Der zugehörige Patientenvortrag ist auch als DVD erhältlich: http://www.tinnitus-na-und.de/dvd-bestellen
Autor: Dr.Uso Walter

Montag, 27. Mai 2013

Tumorvorsorge im Kopf- und Halsbereich



Tumorerkrankungen im Kopf- und Halsbereich (Mundhöhle, Zunge, Rachen, Kehlkopf) kommen relativ häufig vor und können rechtzeitig erkannt heute in vielen Fällen geheilt werden. Bei Männern sind es die vierthäufigsten bösartigen Tumorerkrankungen überhaupt und bei Frauen nimmt die Häufigkeit seit Jahren kontinuierlich zu. 

Vor allem Rauchen und ein regelmäßiger Alkoholkonsum begünstigen die Entstehung, aber auch eine familiäre Belastung kann ein Hinweis auf eine genetische Veranlagung sein. Da die Symptome anfangs in vielen Fällen nur unspezifisch sind und die Krankheit daher vielfach zu spät erkannt wird, empfiehlt sich bei entsprechenden Risikofaktoren die jährliche Kontrolle der oberen Atem- und Speisewege mithilfe einer dünnen Optik beim HNO-Arzt.

Aber auch bösartige Veränderungen der Halslymphknoten, der Speicheldrüsen und der Schilddrüse können mit einer Ultraschalluntersuchung rechtzeitig erkannt und dann vielfach erfolgreich behandelt werden.

Die Tumorvorsorge im Kopf- und Halsbereich ist eine Wahlleistung und wird vom HNO-Arzt privat berechnet. Eine Investition, die sich aber in vielen Fällen lohnt!



Freitag, 10. Mai 2013

Keine Angst vor Hörhilfen (Teil 2)

Witzig und auf den Punkt genau: die simple story von Amplifon erklärt Hörgeräte...




Also schnell zum HNO-Arzt und Hörtest machen!

Montag, 22. April 2013

Praxis-Rundschau HNO

Estmals ist jetzt die vom Institut für integrative Medizin (www.institut-integrative-medizin.de) herausgegebene Praxis-Rundschau für Patienten mit Infos zu Gesundheitsthemen, Praxis-News, Unterhaltung und Kinderecke erschienen und liegt ab sofort in der HNO-Praxis (www.hno-praxis-duisburg.de) zum Mitnehmen aus. Hier die aktuelle Ausgabe:






Donnerstag, 11. April 2013

"Gesund abnehmen"

Gesund Abnehmen
ebook zum gesunden Abnehmen

GESUND ABNEHMEN

 Das Frühjahr kommt und der Winterspeck soll möglichst schonend und auf gesunde Weise verschwinden. Hierzu steht jetzt auf der Webseite http://www.trendfit.net/thema/akupunktur-abnehmen ein ebook mit vielen Tipps zur gesunden Ernährung und zum effektiven Abnehmen kostenlos zum download bereit. 

Unterstützend hilft die Akupunktur  beim Abnehmen und natürlich das richtige Bewegungsprogramm.