Montag, 9. April 2012

10 Tipps für einen gesunden Schlaf

Schlafen ist gesund und wichtig für fast alle Körperfunktionen. Und: wir verschlafen ca.ein Drittel unseres Lebens. Um so beeinträchtigender können Schlafstörungen sein, die unter anderem durch Stress, Ärger, Reizüberflutung, mangelnde Bewegung und unregelmäßige Tagesabläufe immer häufiger werden.
Die älteste bekannte Schlaftherapie wurde übrigens wahrscheinlich bereits vor 5000 Jahren in Malta vorgenommen. Die Figur einer schlafenden Frau deutet zumindest auf eine rituelle Schlaftherapie in dem unterirdischen Heiligtum Hypogäum hin.


Damit es mit dem Schlafen (wieder) richtig klappt hier die wichtigsten Tipps:

  1. Regelmäßige Einschlaf- und Weckzeiten sind nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene wichtig, da hierdurch der natürliche Schlaf- und Wachrhythmus unterstützt wird. Die Dauer und der Zeitpunkt des Schlafens sind individuell sehr unterschiedlich und richten sich auch nach Alter, Beruf und anderen äußeren Faktoren.
  2. Eine strikte zeitliche und räumliche Trennung von Arbeits-, Freizeit- und Schlafbereich erleichtert das Abschalten und der Körper lernt, das der Schlafbereich wirklich nur dem Schlafen vorbehalten ist.
  3. Vor dem Schlafen Abschalten und das ist ganz wörtlich gemeint: Fernsehen, Telefon und PC sollten in der letzten Stunde vor dem Schlafen abgeschaltet bleiben! Hierdurch fährt der Körper allmählich runter und kommt leichter in den Ruhemodus.
  4. Rituale erleichtern dieses Herunterfahren zusätzlich: vor allem Ruhe und etwas Bewegung an der frischen Luft, z.B. eine Runde um den Block schaffen den nötigen Abstand zum Tag und bereiten das Einschlafen optimal vor.
  5. Abends sollte nicht mehr zu viel gegessen werden, da ein voller Bauch nicht nur nicht gerne studiert, sondern auch nicht gut schläft. Die beste Zeit für die Hauptmahlzeit ist eh am späten Vormittag und frühen Mittag, da dann die Nahrungsenergie wirklich auch in Energie und nicht in Masse umgewandelt wird.
  6. Drogen stören den Schlaf: vor allem Coffein, Energydrinks, Alkohol und Zigaretten haben einen negativen Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus. Aber auch alle anderen anregenden Getränke und Lebensmittel und viele Medikamente(!) können sich negativ auf das Schlafverhalten auswirken.
  7. Der Schlafbereich sollte sparsam ausgestattet, gut belüftet, ruhig, angenehm temperiert und frei von elektronischen Geräten sein. Er sollte nur zum Schlafen genutzt werden und auch nachts nicht unnötig verlassen werden.
  8. Wacht man nachts auf, einfach liegen bleiben, da der Körper sich sonst unterbewusst auch an nächtliche Aktivitäten gewöhnen kann. Die nächtliche Neigung zum Grübeln und zu pessimistischen Gedanken ist hormonell bedingt und völlig normal. Je weniger man sich hierüber Gedanken macht, desto schneller schläft man wieder ein. Vor allem auch kein Licht anmachen, da dies ein starkter Weckreiz ist und das Wieder-Einschlafen behindert.
  9. Bei Schlafstörungen keinen Mittagsschlaf machen und nicht zu früh ins Bett gehen. Leichter Schlafentzug verbessert die Schlafqualität und erleichtert die Ausbildung eines gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus.
  10. Bei krankhaften Schlafstörungen unbedingt einen Arzt aufsuchen: also z.B. bei starkem Schnarchen, Atemaussetzern (Apnoe), unruhigen Beine, starkem nächtlichen Schwitzen, Zähneknirschen, starken Beklemmungen, Angstzuständen usw...
Autor: Dr.Uso Walter

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